Aus kleinen Schritten wird ein Team – Graces Weg zur Assistenzhündin

Lisa’s Bericht über die Entwicklung der kleinen Grace zur Assistenzhündin! Wir sind unendlich danbar und glücklich, dass sie uns so mitnimmt auf ihren Weg mit Grace 💕

Als ich meinen ersten Bericht über Grace geschrieben habe, lebte sie gerade einmal vier Wochen bei mir. Damals standen wir noch ganz am Anfang unserer gemeinsamen Reise. Inzwischen ist einige Zeit vergangen und wenn ich sehe, wie sehr sie sich entwickelt hat, macht mich das unglaublich stolz. Aus dem kleinen Welpen ist eine junge Hündin geworden, die immer selbstverständlicher an meinem Alltag teilnimmt. Sie lernt jeden Tag dazu, entwickelt ihre eigene Persönlichkeit und hat natürlich nach wie vor jede Menge Unsinn im Kopf. 🥰 Manchmal sind es kleine Trainingsfortschritte, manchmal neue Situationen, die sie inzwischen souveräner meistert, und manchmal schaue ich sie einfach an und denke, wie glücklich ich bin, dass genau sie bei mir ist. Ein Assistenzhund wird nicht über Nacht zu einem Assistenzhund. Auch ein zukünftiger Assistenzhund muss zunächst all das lernen, was jeder andere Junghund lernen muss. Grace übt, sich an mir zu orientieren, Frustration auszuhalten, mit Umweltreizen umzugehen und auch in aufregenden Situationen ansprechbar zu bleiben. Sie muss lernen, dass nicht jeder Hund begrüßt werden muss, nicht alles Essbare für sie bestimmt ist und Ruhe genauso wichtig ist wie Aktivität. Diese Grundlagen sind vielleicht nicht besonders spektakulär, aber sie bilden das Fundament für alles, was später kommt. Ein Hund, der irgendwann zuverlässig helfen soll, muss zunächst selbst lernen, mit den Herausforderungen des Alltags umzugehen. Dafür braucht er Sicherheit, Vertrauen und einen Menschen, der ihn versteht. Unser Alltag ist unser Training. Grace begleitet mich in Geschäfte und Innenstädte und lernt Bus und Bahn kennen. Dabei sammeln wir gemeinsam viele neue Erfahrungen. Was für mich selbstverständlich ist, kann für sie noch ungewohnt sein. Deshalb achte ich darauf, ihr genügend Zeit zu geben und sie nicht mit zu vielen Eindrücken zu überfordern. Gerade für mich persönlich ist das manchmal eine Herausforderung. Ich möchte sie bestmöglich auf ihr späteres Leben vorbereiten, muss aber gleichzeitig lernen, meine Erwartungen an ihren Entwicklungsstand anzupassen. Wenn wir eine Situation früher verlassen oder eine Übung wiederholen müssen, ist das kein Rückschritt. Auch Pausen und Ruhe gehören zur Ausbildung. Ich möchte, dass Grace die Welt kennenlernen darf und dabei lernt, dass sie sich auf mich verlassen kann. Die ersten besonderen Aufgaben kommen nach und nach dazu. Grace lernt beispielsweise, meine Medikamententasche zu apportieren. Auch das Kontaktliegen gehört zu unserem Alltag. Für mich steckt dahinter mehr als das Erlernen einzelner Aufgaben: Wir bauen Grundlagen für unsere spätere Zusammenarbeit auf und lernen, was für uns als Team funktioniert. Dabei darf Grace ausprobieren, Fehler machen und in ihrem eigenen Tempo lernen. Sie muss heute noch keine fertige Assistenzhündin sein. Mir ist viel wichtiger, dass sie Freude an der gemeinsamen Arbeit entwickelt und sich zu einem sicheren, ausgeglichenen Hund entwickeln kann. Und natürlich bleibt sie einfach Grace – eine junge Flat Coated Retriever Hündin, die spielen, entdecken und jede Menge Quatsch machen möchte. ❤️ Auch ihre körperliche Entwicklung macht mich stolz. Ich achte sehr auf Graces Körperbau, ihr Fell, ihre Gewichtsentwicklung und ihren Fütterungszustand. Gerade während des Wachstums stellt man sich viele Fragen: Bekommt sie das richtige Futter? Entwickelt sie sich gut? Mache ich alles richtig? Ich beschäftige mich intensiv mit ihrer Ernährung und passe sie an ihre Bedürfnisse an. Dabei schaue ich nicht nur auf Zahlen, sondern auf Grace als Ganzes. Zu sehen, wie gut sie sich bisher entwickelt hat, ist für mich eine große Freude und eine schöne Bestätigung dafür, dass wir auf einem guten Weg sind. Natürlich liegt noch viel Wachstum vor ihr und auch ihre Persönlichkeit wird sich weiterentwickeln. Wir stehen schließlich erst am Anfang. Unser erstes großes Zwischenziel rückt näher. In etwas mehr als sechs Monaten steht die Gesundheitsprüfung an. Bis dahin möchte ich Grace bestmöglich in ihrer Entwicklung unterstützen und die Voraussetzungen für ihren weiteren Weg schaffen. Bei dieser Untersuchung geht es nicht nur darum, festzustellen, ob Grace körperlich gesund ist. Es soll auch überprüft werden, ob sie die körperlichen Voraussetzungen für ihre spätere Arbeit als Assistenzhündin mitbringt. Schließlich sollen Aufgaben, die sie irgendwann übernehmen könnte, wie beispielsweise das Führen, sie körperlich nicht überfordern oder ihrer Gesundheit schaden. Mir ist wichtig, dass Grace langfristig gesund bleibt und Freude an ihrer Aufgabe haben kann. Ihre Gesundheit steht deshalb immer an erster Stelle – auch dann, wenn das bedeutet, Trainingsziele anzupassen oder einen anderen Weg einzuschlagen. Die Gesundheitsprüfung ist ein wichtiger Meilenstein, aber nicht das Ende unserer Reise. Ich freue mich darauf, darauf hinzuarbeiten, möchte uns beide damit aber nicht unter Druck setzen. Grace soll sich in ihrem eigenen Tempo entwickeln dürfen. Sie ist kein Projekt, das zu einem bestimmten Zeitpunkt fertig sein muss, sondern mein Hund, dessen Wohlbefinden immer an erster Stelle steht. Was dieser Weg für mich persönlich bedeutet. Der Wunsch nach einem Assistenzhund entstand aus dem Bedürfnis, meinen Alltag besser bewältigen und in schwierigen Situationen mehr Sicherheit gewinnen zu können. Grace begleitet mich bereits jetzt an Orte, die mich Kraft kosten, und gibt mir Motivation, mich neuen Situationen zu stellen. Ihre Anwesenheit bedeutet mir unglaublich viel, auch wenn sie noch ganz am Anfang ihrer Ausbildung steht. Sie muss nicht jeden Tag etwas Besonderes leisten. Unsere Beziehung hängt nicht davon ab, wie schnell sie lernt oder welche Aufgaben sie bereits beherrscht. Ich möchte, dass wir gemeinsam wachsen und eine Verbindung aufbauen, die auch dann trägt, wenn einmal etwas nicht wie geplant funktioniert. Dabei lerne auch ich jeden Tag dazu: geduldiger zu sein, kleine Fortschritte wahrzunehmen und meine Erwartungen anzupassen. Ob Grace eines Tages alle Voraussetzungen für eine Assistenzhündin erfüllen wird, kann heute niemand garantieren. Aber wir gehen diesen Weg mit viel Liebe, Geduld und Unterstützung an. Wenn ich auf die vergangenen Monate zurückblicke, bin ich unglaublich stolz auf meine kleine Maus. Nicht, weil sie schon alles kann, sondern weil wir gemeinsam lernen und aus unserem Alltag immer mehr ein Team wird. Unser Traum liegt noch ein Stück vor uns. Bis dahin sammeln wir Erfahrungen, meistern Herausforderungen und freuen uns über jeden kleinen Fortschritt. Denn am Ende geht es nicht darum, möglichst schnell eine fertige Assistenzhündin zu haben. Es geht darum, gemeinsam zu einem Team zu werden. ❤️🐾